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Wieso Utopien? Arbeitslosigkeit, Terrorismus, Finanzkrise, Steuererhöhung – Unsere Leben sind enorm konfliktreich. Zwänge wirken auf uns, erpressen uns, bewirken Konflikte in uns. Denn diese Probleme haben ihren Ursprung weder im Privaten, noch scheinen sie im Privaten gelöst werden zu können: Weder ersetzen uns Ideologien unser Brot, noch heizt die Freiheit unsere Wohnungen und auf Erinnerungsorten können wir nicht campen. Permanent drängen sich die weiten Felder der Ökonomie, Politik, Kultur oder des Militärischen in unsere Biografien. Aber sind Politik, Wirtschaft, Kultur oder Staat nicht Verhältnisse, in die wir als Individuen zwar geworfen wurden, die aber menschengemacht sind? Warum kann, darf oder sollten wir diese zuweilen recht widrigen Verhältnisse nicht kritisieren und sich nicht kritisch zu ihnen verhalten? Und welche Perspektiven können wir überhaupt einnehmen, wenn die derzeitigen Verhältnisse so schwer entschlüsselbar sind? Liegt es etwa an den Verhältnissen oder liegt es an uns oder nur an unseren Strategien, wenn Verhältnisse sich nur mühsam ändern lassen? Wie wollen wir leben, für welche Welt wollen wir streiten?
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